Herrenbergs Geschichte in Kürze

Gegründet wurde Herrenberg von den Pfalzgrafen von Tübingen. Belegt ist, dass Pfalzgraf Rudolf II. im Jahr 1228 auf der Herrenberger Burg (castrum nostrum herrenberc) weilte. Urkundlich sind Bürger erstmals im Jahr 1271 erwähnt. Das erste bekannte Stadtsiegel stammt aus dem Jahr 1278. Im Jahr 1347 wird die Stadt zwischen den beiden Pfalzgrafenbrüdern Rudolf und Konrad geteilt; im Jahr 1382 verkaufen die Pfalzgrafen Stadt und Herrschaft Herrenberg an Württemberg.

Zweimal brannten große Teile der Stadt vollständig nieder. Der erste große Stadtbrand ereignete sich 1466. Dem zweiten Brand im Jahr 1635 fiel fast die gesamte Altstadt zum Opfer. Die danach wieder aufgebaute Altstadt ist bis heute zum größten Teil erhalten geblieben.

Im Jahr 1879 beginnt mit der Eröffnung der Gäubahn das Eisenbahnzeitalter, 1910 wird Herrenberg durch die Eröffnung der Ammertalbahn bis Tübingen zum Eisenbahnknotenpunkt. 1938 kommt Herrenberg zum Kreis Böblingen. Heute ist Herrenberg mit seinen rund 31.000 Einwohnern eine liebens- und lebenswerte Stadt, in der Tradition und Moderne harmonieren.

Stadtchronik der Stadt Herrenberg

  • bis 1500

    bis 1500

    1228
    Pfalzgraf Rudolf von Tübingen urkundet auf „castrum nostrum herrenberc”(auf der Burg Herrenberg).

    1278
    Erste Nennung der „Stadt“ Herrenberg auf einem Siegel an einer Urkunde des Klosters Reuthin.

    1347

    Teilung der Stadt Herrenberg zwischen den Brüdern Pfalzgraf Rudolf und Konrad.

    1382

    Herrenberg kommt durch Verkauf an Württemberg.

    1382

    Erste Ernennung des Lateinschul meisters.

    um 1400

    Gründung des Spitals und Bau der Spitalkirche.

    1439

    Gründung des Collegiatstiftes.

    1440

    Erbauung der Propstei.

    1466

    Großer Stadtbrand: über 90 Häuser zerstört.

    1481-1517

    Die „Brüder vom Gemeinsamen Leben” lösen die Chorherren ab.

  • ab 1500

    ab 1500

    1503
    Vollendung der Kanzel in der Stiftskirche.

    1517

    Vollendung des Chorgestühls der Stiftskirche durch Heinrich Schickhardt (Großvater des Baumeisters).

    1519

    Vollendung des Hochaltars durch Jerg Ratgeb.

    1525

    Plünderung Herrenbergs durch die aufständischen Bauern.

    1534-1536
    Einführung der Reformation – Aufhebung des Stifts.

    1536

    Errichtung der deutschen Schule.

    1542

    Die Pest wütet in Herrenberg.

    1558

    Heinrich Schickhardt, größter Baumeister Württembergs, in Herrenberg geboren (Enkel des Bildschnitzers).

    1571

    Hungersnot in Herrenberg.

    1586
    Johann Valentin Andreae geboren.

  • ab 1600

    ab 1600

    1634
    Plünderung Herrenbergs durch die kaiserlichen Truppen.

    1635

    Zweiter großer Stadtbrand: 280 Häuser vernichtet.

    1649

    Einweihung des nach dem Brand neu erbauten Rathauses.

    1683-1684

    Erbauung des Stiftsfrucht kastens.

    1688

    Plünderung Herrenbergs durch die Franzosen.

    1749

    Abbruch der gotischen Türme der Stifts kirche und Neubau der Zwiebelhaube.

  • ab 1800

    ab 1800

    1806
    Abbruch des Rathauses von 1649, Rathaus-Neubau.

    1806

    Die Amtsstadt Herrenberg wird Oberamtsstadt.

    1807

    Verkauf des Schlosses auf Abbruch.

    1817

    Abstützung der Turmostwand der Stiftskirche.

    nach 1820

    Niederlegung der Tor- und Mauertürme.

    1838

    Erstausgabe des „Intelligenzblatt für den Oberamtsbezirk Herrenberg”.

    1839

    Gründung der Realschule.

    1855

    Beginn der Industrialisierung.

    1879

    Eröffnung der Gäubahn Stuttgart-Herrenberg-Freudenstadt.

    1886

    Erbauung der ersten städtischen Turn- und Festhalle an der Seestraße.

    1886-1890
    Renovierung der Stiftskirche.

    1890

    Verkauf des Jerg-Ratgeb-Altars.

    1893-1894
    Beginn Wasserversorgung.

  • ab 1900

    ab 1900

    1903-1904
    Beginn Gasversorgung.

    1913

    Gründung des Herrenberger Verbandes für evangelische Diakonie (heute Evangelische Diakonieschwesternschaft Herrenberg).

    1931-1932
    Bau des Freibades.

    1933

    Einweihung der St.-Josefs-Kirche.

    1936

    Bau der Stadt- und Mehrzweckhalle.

    1938

    Herrenberg kommt zum Kreis Böblingen.

    1939

    Herrenberg hat 3.725 Einwohner.

    1940

    Affstätt und Haslach werden von Herrenberg aus verwaltet.

    1942

    Ablieferung von fünf Glocken, dabei die Armesünderglocke, die älteste Glocke Baden-Württembergs.

    1944/45

    Zerstörung durch Luftangriff vor allem im Bahnhofsbereich.

    1946

    Erste Gemeinderatswahl nach dem Dritten Reich.

    1947

    Beginn des Wiederaufbaus kriegszerstörter Gebäude.
    Gründung der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg Stamm Herrenberg.

    1948

    Wiedereinweihung der Spitalkirche.

  • ab 1950

    ab 1950

    1952
    Bau der Albert-Schweitzer-Schule.

    1953

    Erhebung von Herrenberg zur Stadtpfarrei.

    1954-55

    Erweiterungsbau des Kreiskrankenhauses.

    1959

    Einweihung der Schlossberg-Anlagen.

    1960

    Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen Tarare/Rhône (Frankreich) und Herrenberg.

    1962

    Einzug in das neue Schickhardt-Gymnasium.

    1965

    Eingemeindung von Affstätt.

    1966

    Fertigstellung der Vogt-Heß-Schule und der Jerg-Ratgeb-Realschule.

    1969

    Herrenberg hat 12.510 Einwohner.

    1971

    Schließung der Stiftskirche wg. Baufälligkeit.
    Eingemeindung von Haslach, Kayh, Kuppingen und Mönchberg.
    Einweihung der St.-Martins-Kirche.

    1972
    Eingemeindung von Oberjesingen.

    1974

    Herrenberg hat 22.000 Einwohner und wird Große Kreisstadt.

  • ab 1975

    ab 1975

    1975 Eingemeindung von Gültstein. Abschluss einer Verwaltungsgemeinschaft mit Deckenpfronn und Nufringen. Fertigstellung der Pfalzgraf-Rudolf-Schule, der Theodor-Schüz-Schule und der Sporthalle Längenholz. Beginn der Sicherungsarbeiten am Turm der Stiftskirche. 1976 Herrenberg erhält die Ehrenfahne des Europarats für besondere Verdienste um die europäische Verständigung. Erdgasanschluss Herrenbergs. 1.200-Jahrfeier von Haslach. 1977 Einweihung des Hallenbades. 1978 Einweihung des Andreae-Gymnasiums und der Sporthalle Markweg. Freigabe Bundesautobahn Stuttgart–Bodensee (BAB 81). 1979 Neue Großkläranlage für Herrenberg, Gäufelden und Jettingen.1980 Einweihung der Versteigerungshalle.

    1982
    Einweihung des Kreiskrankenhauses. Wiedereinweihung der Stiftskirche.

    1983

    Einweihung des Altenzentrums Herrenberg.
    Einweihung des IBM-Bildungszentrums.
    Einweihung Hauswirtschaftliches und Landwirtschaftliches Schulzentrum Herrenberg im Längenholz, Musikschule in der Bismarckstr. 12 und Stadtbibliothek in der Bahnhofstr. 2.

    1984
    Fertigstellung der Friedrich-Fröbel-Schule, Raistinger Straße.

    1986

    Die Stadt Herrenberg stiftet einen jährlichen Umweltschutzpreis.

    1987

    700-Jahrfeier Affstätt.
    Neuer Friedhof in Gültstein.

    1988

    Bau Kindergarten Hauffstraße.
    Neuer Friedhof in Kayh und Ortsdurchfahrt.

    1989

    Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen Fidenza (Italien) und Herrenberg.

  • ab 1990

    ab 1990

    1990 800-Jahrfeier Kayh.
    1991 Eröffnung Alte Turnhalle. Einweihung ZOB.
    1992 S-Bahn-Anschluss Herrenberg.
    1993 700-Jahrfeier der Stiftskirche.
    1994 Einweihung der neuen Stadtbibliothek (Hofscheuer). Neubau Kindertagesstätte im Längenholz.
    1995 Erweiterung Kindergarten Mönchberg. Autofreier Marktplatz.
    1996 Erweiterung Vogt-Heß-Schule. Einweihung Kindergarten Umgang. Neubau Kindergarten Gültstein. Erweiterung Kläranlage.
    1997 Produktionsbeginn der Fa. Hewlett & Packard.
    1998 Einweihung Wasenäckerhalle Oberjesingen.
    1999 Einweihung Ammertalbahn.

  • ab 2000

    ab 2000

    2000
    Neugestaltung Partnerschaftsplatz, Altinger Straße und Kappstraße in Gültstein.
    40 Jahre Städtepartnerschaft Herrenberg – Tarare.
    30 Jahre Städtepartnerschaft Herrenberg – Amplepuis.
    Installation Fachwerkpfad.
    Einweihung Südumfahrung Gültstein.
    Gründung des Stadtjugendrings.

    2001
    Neubau der Grundschule Oberjesingen.

    2002
    Kinderhaus Holdergraben eröffnet.
    Umbau Reinhold-Schick-Platz.
    Einweihung der Grundschule Oberjesingen.

    2003
    Kindergarten Kayh erweitert und saniert.
    Wahl von Gabriele Getzeny als Finanzbürgermeisterin.
    Wahl von Andreas Gravert als Ers ter Beigeordneter.
    Haslacher Ortsmitte neu gestaltet. Einweihung des neuen „ZOB“.
    Neuer Wertstoffhof eingeweiht.
    2004 Jubiläum 30 Jahre Große Kreisstadt.
    Gemeinderat beschließt: für Affstätt gibt es künftig einen Ortschaftsrat.
    Inbetriebnahme der Verarbeitungs- und Gerätehalle beim Wertstoffhof Kayh.
    Grundschule Mönchberg erhält Anbau.
    Sanierungsprogramm für den Kuppinger Ortskern.
    Besuch des Bundespräsidenten Horst Köhler in Herrenberg.

  • ab 2005

    ab 2005

    2005
    Gründung Stadtseniorenrat.
    JobCenter eröffnet.
    Einweihung Bahnhofstraße.
    Einweihung Design-
    Zentrum „Atlantis“.
    Baubeginn für das Pflegeheim.

    2006
    Spatenstich für Erweiterungsbau der Berufsschulen Längenholz.
    Baubeginn Feldwegbrücke Kattenbrunner Weg (Nordumfahrung).
    Ausbau der Wilhelmstraße und der Gerokstraße.
    Spatenstich für das neue Ganztagesschulgebäude im Schulzentrum Längenholz.
    Kreisstraße 1068 Kuppingen/Nufringen für den Verkehr freigegeben.
    Grundsteinlegung des neuen EnBW-Dienst leistungszentrums.
    OB a.D. Heinz Schroth verstorben.
    Einweihung des DRK-Altenpflegezentrums.

    2007
    Spatenstich für die neue Sporthalle in Gültstein.
    Bürgerstiftung Herrenberg beschlossen.
    Eröffnung des Kuppinger Einkaufsmarkts.
    Mensa Längenholz mit Ganztagsschulräumen offiziell eingeweiht.
    Zweiter Wahlgang zur OB-Wahl: Wahlsieger mit rd. 65% wird Thomas Sprißler.

    2008
    Neue Sporthalle in Gültstein eingeweiht.
    Aussegnungshalle in Oberjesingen eingeweiht.
    Einweihung Ammertalhalle in Gültstein.
    Amtseinsetzung Oberbürgermeister Thomas Sprißler.
    6. Herrenberger Sonnendach.
    Einrichtung Finanzbudgets für die Stadtteile.
    Einweihung Aussegungshalle in Oberjesingen.
    Freigabe erster Bauabschnitt Nordumfahrung.

    2009
    Einweihung Mensa im Schulzentrum Markweg.
    Lärmaktionsplan für Herrenberg.
    Stadtentwicklungsprozess „Herrenberg 2020“: Auftaktveranstaltung in
    der Stadthalle.
    59 Stifter/innen gründen Bürgerstiftung.
    Öffentliche Sitzungsunterlagen im Internet aufrufbar.
    Stadt Herrenberg stiftet eine Paul-Binder-Medaille.
    Freibad: Standortentscheidung Längenholz.

  • ab 2010

    ab 2010

    2010
    Freibadneubau: Konstituierende Sitzung Runder Tisch.
    Durchführung des ersten Bürgermentorenkurses.
    Neustrukturierung der Stadtverwaltung mit der Einführung eines Gebäudemanagements.
    Erweiterung Aussegnungshallen in Affstätt und Kayh.
    Einweihung des zweiten Teils der Herrenberger Nordumfahrung.Urnengemeinschaftsfeld auf dem Waldfried.

    2011
    Stadtentwicklungsprozess „Herrenberg 2020“: Leitbild und Startschuss für städtebaulichen Ideenwettbewerb.
    Bürgerprojekte aus dem Bürgertopf.
    Herrenberg wird Bürgerkommune.
    Erstauflage „Urlaub ohne Koffer“.
    Interkulturelle Zukunftswerkstatt als Auftakt für den Lokalen Aktionsplan Herrenberg.
    Aischbachhalle im Schulzentrum Markweg.
    Freibad-Neubau: Rahmenbedingungen festgelegt.
    Erweiterung und Sanierung Kindergarten Haslach.
    Umbau, Sanierung und Einführung von Kleinkindergruppe im Kindergarten Umgang.

    2012
    Wettbewerb „Westliche Innenstadt Herrenberg“: Ergebnis Ideenwettbewerb.
    Umgestaltung Ortsdurchfahrt Kuppingen.
    Freibad-Neubau: Mehrfachbeauftragung Planer.
    Eröffnung Jerg-Ratgeb-Skulpturenpfad.
    Breitbandversorgung-Konzept.
    Baugebiet An der Raingasse.
    Neukonzeption Klosterhof.