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16.05.2018
Aktivitätstracking geht in die Verlängerung

Ergebnisse fließen in die Entwicklung des IMEP ein

Wo und wie bewegen sich Bürgerinnen und Bürger in Herrenberg? Wohin gehen sie zu Fuß, wann steigen sie aufs Rad? Und für welche Strecken nehmen sie am liebsten das Auto? Fragen wie diesen geht ein Forschungsteam an der Universität Stuttgart nach. Antworten soll ein Tracking, eine Wegverfolgung über das Smartphone, liefern, an dem Bürgerinnen und Bürger teilnehmen können. Die überarbeitete App steht nun allen Herrenbergerinnen und Herrenbergern bis Ende Juni zur Verfügung.

Über eine App können die Teilnehmenden bis Samstag, 30. Juni, automatisch aufzeichnen lassen, welche Wege sie im Alltag in Herrenberg nutzen. Außerdem haben sie die Möglichkeit anzugeben, was ihnen entlang der einzelnen Strecken positiv oder negativ auffällt und welche Verbesserungsvorschläge sie haben. Die App "Reallabor Tracker" steht in einer technisch überarbeiteten Version zum kostenlosen Herunterladen im Google Playstore für Android-Geräte zur Verfügung. Die Nutzung mit iphones ist aus technischen Gründen leider nicht möglich.

Das „Reallabor Stadt:quartiere 4.0“, ein Forschungsprojekt an der Universität Stuttgart, führt das Tracking durch und wertet die Daten aus. Ziel des Projekts ist es, neuartige und zukunftsweisende Verfahren für die Stadtquartiersplanung mit frühzeitiger Bürgerbeteiligung zu entwickeln. Diese Verfahren werden in Kooperation mit den Städten Stuttgart und Herrenberg in sogenannten Reallaboren erprobt. In einem Pilotprojekt nahmen bereits zahlreiche Jugendliche unter Anleitung der Forschenden am Tracking teil. Mit dem Update der App wird es nun einer noch größeren Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern möglich sich aktiv in die Entwicklung von Herrenberg einzubringen.
Für die Stadt Herrenberg ist die Teilnahme am Reallabor und speziell an diesem Tracking eine große Chance, wie Verkehrsplaner Michael Tröger deutlich macht. Die aufgezeichneten Mobilitätsmuster würden direkt in die Entwicklung des Integrierten Mobilitätsentwicklungsplans (IMEP) einfließen. „Wer teilnimmt, hilft also, beim Thema Mobilität die Weichen für die Zukunft in Herrenberg zu stellen“, sagt Tröger. „Je mehr Herrenbergerinnen und Herrenberger mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.“

Die Daten des Aktivitätstrackings werden zunächst nur lokal auf dem eigenen Smartphone gespeichert und können am Ende der Tracking-Laufzeit an das Team des Reallabors Stadt:quartiere 4.0 übermittelt werden. Die Auswertung erfolgt anonymisiert. Am Ende des Projekts werden die Teilnehmenden eingeladen, sich mit einer 3D-Brille virtuell durch Herrenberg zu bewegen und sich die Kommentare und Bewertungen von Wegstrecken und Orten aller Teilnehmenden anzuschauen. 

Weitere Informationen und Link zur App
http://digitale-mitwirkung.de/aktuelle-projekte/aktivitaetstracking