Nachrichten: Details

11.07.2018
Mit dem Mutmobil unterwegs in der Kernstadt, Affstätt und Haslach

Couragierte Herrenberger stehen für ihre Mitmenschen ein

Das stadtteilverbindende Mutfestival hat nun schon fast alle Gemeinden involviert. Während des Festivals sammeln Tübinger Studierende und das Team Beteiligung und Engagement Geschichten von couragierten Bürgern. Sie tun dies im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wird, und nehmen dabei an bestehenden Stadtteilfesten teil.

Am Sonntag, 24. Juni, schlug das Team sein Lager auf dem ökumenischen Gemeindefest im Otto'schen Garten auf. Dort hatten der evangelische Dekan Eberhard Feucht und die Pfarrer Markus Ziegler und Alfred Schwarzwälder von der katholischen und evangelisch-methodistischen Kirche die knapp 500 Besucher schon bei ihrer Predigt auf das Thema eingestimmt. Der Kinderchor von Christa Feige begeisterte mit einem Mutlied zum Mitmachen. Von so vielen Beispielen angeregt, wagten sich eine ganze Reihe von jungen und alten Besuchern ins Mutmobil und erzählten dort ihre Geschichte.

Halt in Affstätt und Haslach
Die nächste Station des Mutmobils war am Samstag, 7. Juli, die Zwiebelkuchen-Hocketse in Affstätt auf dem Rathausplatz. Auch hier startete das Fest mit einem ökumenischen Gottesdienst zum Thema „Mut – Demut – Zumutung“. Während des Gottesdienstes und danach spielten die Posaunenbläser „KiBergBrass“.
Ebenfalls mit einem ökumenischen Gemeindegottesdienst eröffneten die Haslacher am Sonntag, 8. Juli, das Zwiebelkuchenfest des TV Haslachs auf dem Dorfplatz. Die Devise lautete „Mut, Courage, Beziehungsnetzwerk – verknüpft, verknotet und verbunden“. Nach dem Gottesdienst saßen die rund 400 Gäste gesellig bei Zwiebelkuchen und Holderkuchen zusammen und lauschten den Kuppinger Mondschein Musikanten.

Bunt gemischte Mutgeschichten

Während anfangs couragierte Interviewpartner auf sich warten ließen, hatten die Studierenden später alle Hände voll zu tun. „Sie führten parallel Gespräche, weil nicht jeder Platz im Mutmobil hatte“, berichtet Manuela Epting vom Team Beteiligung und Engagement.
Die Geschichten aus den drei Gemeinden waren bunt gemischt: Bürgerinnen und Bürger, die Flüchtlingsfamilien unterstützt haben, waren ebenso dabei wie Kinder, die sich vor andere gestellt hatten, als diese bedrängt wurden. Ein Mann ist trotz großen Altersunterschieds einem Musikverein beigetreten und hat seinen Traum verwirklicht, ein Instrument zu lernen. Eine lesbische Bürgerin hat sich für den Kirchengemeinderat aufstellen lassen – und wurde überwiegend freundlich aufgenommen. Hoch hinaus gekommen ist eine Haslacherin, die bei einem Spiel mit gestapelten Kisten den Männern davonkletterte und siegte.


Wer möchte mitmachen?

Wer sich nun ein Herz gefasst hat und selbst eine Mutgeschichte einreichen möchte, kann die Studierenden über die Internetseite www.mutgeschichten-herrenberg.de kontaktieren. Alternativ suchen sie die Interessierten zu Hause auf.